Indonesien – Vulkanaschen-Wellness auf Lombok

November 2015 – Reise in die Vergangenheit

Wer verbringt nicht gerne Wellness- und Entspannungstage an Traumstränden? Man kann sich zumindest schlimmere Angelegenheiten vorstellen. Nach der Woche in Labuan Bajo flog ich für umgerechnet 15,- € nach Lombok, um mir die indonesische Insel für 2-3 Tage anzusehen; eventuell auch eine Trekkingtour auf den aktiven Vulkan Rinjani zu unternehmen. Und genau aus diesen Plänen wurde rein gar nichts, da der Vulkan einen Tag nach meiner Landung riesige Aschewolken hervorbrachte (im Übrigen ist dieser jetzt tatsächlich im September 2016 ausgebrochen).

Die Trekkingtour konnte ich selbstverständlich in die Tonne treten und der Flugverkehr (also auch mein Weiterflug nach Bali war betroffen) war durch die Asche in der Luft für eine Woche lahm gelegt. Aus 2-3 Tagen wurden also 6 Tage bis ich einen Platz auf einem Schiff nach Bali hatte. Ok, ich habe das Beste aus der Situation gemacht. Ein Zimmer in einem Wellnesshotel gebucht und einfach entspannt.

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Strandansicht Pemenang und Senggigi von Mangsit aus

Das Living Asia Resort liegt weiter außerhalb von den für Touristen attraktiven Einkaufs- und Touranbietermeilen in Pemenang. Ist aber auch nicht weiter tragisch, da man immer irgendwie von einem vorbeifahrenden Rollerfahrer mitgenommen werden kann. Das Resort bot gerade Schnäppchenpreise an und wenn man schon einmal auf einer Trauminsel feststeckt, kann man sich auch Milchshakes am Pool und Massagen gönnen.

Einigen Freizeitaktivitäten konnte trotz der Asche und rußigen Luft, an die man sich schnell gewöhnt, nachgegangen werden. Beispielsweise Schnorcheln oder schwimmen gehen. Lange überlegt habe ich da nicht und Schnorcheltouren zu den drei Gili Inseln (Trawangan, Meno und Air) gebucht. Auch hier waren die Farben der Fische und Korallen unübertrefflich, beim Freediving schwammen mir sogar einige Schildkröten über den Weg.

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Sonnenuntergang in Pemenang auf Lombok

Wenn ich nicht gerade schnorcheln war, konnte ich stundenlang am Strand spazieren gehen und unter meinen Füßen die ständig wechselnden Sandfarben wahrnehmen. Schwarzer Sand, weißer Sand, roter bis rosafarbener Sand. Einfach fantastisch. An Tagen mit hohem Wellengang kamen die indonesischen Jungs zum Surfen an die Strände. Die Kunst des Surfens lasse ich mir vielleicht in Australien beibringen.

Unbedingt sehenswert ist der Sendang Gile und Tiu Kelep Wasserfall. Vorausgesetzt man schafft es bis dahin, ohne von der Horde Affen belagert zu werden. Ich habe die Tour dahin mit einen indonesischen Studenten (sein Studium hatte irgendetwas mit Tourismus zu tun) – der sein Englisch verbessern wollte – auf seinem Roller unternommen. Reisfelder und kleine, behagliche Dörfer links und rechts säumten unseren Weg. Am Dschungel, in dem sich der Wasserfall befindet, angelangt wird ein kleines Eintrittsgeld entrichtet (Guides versuchen zwar auch ihre Dienste anzubieten, ist aber unnötig) und man steigt mehrere Treppenabsätze hinab in den Wald.

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Sendang Gile Wasserfall auf Lombok

Auf der ersten Ebene mit einem „kleinen“ Wasserfall lauert dann auch schon die Horde Affen (die leider von irgendwelchen dummen Menschen angefüttert wurden und so immer aufdringlicher werden), um sämtliches Futter abzustauben. Einfach ruhig bleiben, warten, bis das Interesse verloren geht und wichtig (!): alles gut wegpacken (vor allem bunte, grelle und lose Sachen). Oder einfach weiter dem Pfad in den Dschungel hinein folgen, die Affen kommen zwar ein Stück mit, aber sonst bleiben sie lieber in Nähe der Mülltonnen beim Rastplatz. Nach 20-30 Minuten Spaziergang, je nach dem, wie man durch den Bach kommt, erreicht man den atemberaubenden Tiu Kelep Wasserfall. Das Wasser ist eiskalt.

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Tiu Kelep Wasserfall auf Lombok

Es schickt sich übrigens nicht, als Frau nur im Bikini unter den Wasserfall zu steigen – auch wenn die Einheimischen sagen, es sei ok. Ist es nicht. Sie können einfach kein „Nein“ sagen. Das Top oder T-Shirt sollte anbehalten werden. Wechselkleidung also nicht vergessen.

Viel mehr habe ich dann auch aus Gründen der Faulheit (Wellnesshotels bekommen mir über mehrere Tage einfach nicht gut) von Lombok auch nicht gesehen. Abends habe ich mir die unzähligen Livebands in den unzähligen Bars, z. B. im Happy Cafe in Senggigi angehört. Die Speedbootfahrt nach Bali war wenig spektakulär. Erst wurde das gesamte Gepäck durch eine kleine Lucke in den Frachtraum geschmissen, dann die Menschen auf die Holzbänke im Inneren des Speedbootes getrieben, Halt auf den Sandstränden der Gilis gemacht, um mehr Menschen ein- oder abzuladen bis dann nach Bali gedüst wurde.


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