Indonesien – Yoga und Veggie in Ubud

November 2015 – Reise in die Vergangenheit

Obwohl ich gerade in der Russischen Staatsbibliothek sitze, muss ich doch an meinen einwöchigen Aufenthalt vor einem Jahr in Bali denken.

Da ich auf Lombok eigentlich nur gefaulenzt habe, wollte ich auf Bali unbedingt aktiver sein. Entschieden hatte ich mich dann für eine Yogawoche in Ubud, eine tolle Stadt, wenn man sich für Kunst, Kultur und Yoga begeistern kann. Neben zahlreichen Museen, Handwerks- und Kunstmärkten, findet man auch überall Yogaschulen und -hotels. Auch Shopping-Fans kommen bei der Vielfalt an ausgefallenen Stores und dem großen Markt voll und Ganz auf ihre Kosten. Leider habe ich den Namen eines Shops vergessen, der ungewöhnliche und wunderschöne Bademode sowie verführerische Unterwäsche zu wirklich erschwinglichen Preisen verkauft. Solche sucht man bei Hunkemöller und Co. vergebens. Wer zufälligerweise den Namen des Shops weiß, bitte melden!

Zurück zu meiner Yoga-Woche im Yoga-Hotel The Shift: täglich morgens mit Yoga begonnen, mittags abwechselnd Hatha- und Vinyasa-Yoga und abends Meditation. War super, bis auf die störende Baustelle unter der Terrasse, auf der die Einheiten statt fanden. Da hatte ich einfach Pech, die Nebensaison hatte begonnen und da ist es verständlich, dass das Hotel dann anfängt zu bauen. Zumindest kann ich jedem empfehlen die Sportart Yoga mal auszuprobieren – und es ist nicht schlimm, wenn man die Übungen nicht sofort hinbekommt. In meiner ersten Stunde wurde sofort mit einem Kopfstand angefangen, bei dem ich kläglich scheiterte. (Den kann ich immer noch nicht. Ok, ich mache auch nicht regelmäßig Yoga.)

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Vorspeise im Clear Cafe: Gemüse in veganer Teigrolle mit braunem Curry-Dipp, dazu frisch gepresster Orangensaft

Vegetarier und Veganer werden Ubud übrigens lieben. Viele Lokale bieten vegetarisches und veganes Essen an, einige haben sich sogar darauf spezialisiert. Meine Favoriten sind The Alchemy direkt neben dem Hotel The Shift und das Clear Cafe.

Wenn ich so darüber nachdenke, was ich noch in Ubud gemacht habe, fallen mir die ausgedehnten Spaziergänge durch die Reisfelder ein. Ich habe in der Woche nicht ein einziges Mal ein öffentliches Verkehrsmittel in Anspruch nehmen müssen, da alles bequem zu Fuß zu erreichen ist. Traditionell gestaltet und mit einem verträumt angelegtem Garten ist das Museum Puri Lukisan, welches unbedingt gegen kleines Geld besucht werden sollte.

Einen Tag und eine Nacht habe ich auch in Kuta verbracht und fand es grauenvoll. Viele Touristen tummeln sich natürlich auch in Ubud, aber Kuta ist quasi Balis Ballermann und wird überwiegend von besoffenen Australiern angesteuert. Oder eher angetorkelt. Dementsprechend verhalten sich logischerweise auch die Einheimischen. Diese versuchen dort Touristen wo es auch nur geht, auszunehmen. Überteuerte Übernachtungsmöglichkeiten, hohe Transportkosten und an jeder Ecke Schwindler. Als alleine reisende Frau ist unbedingt Vorsicht geboten! Als solche erweckt man dort leicht den Anschein willig und zu Haben zu sein. Hinzu kommt noch der anstrengende Verkehr. Ich wollte zum Supermarkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Kein Fußgängerübergang und keine Ampel in Sicht. Irgendwann musste sich ja mal der Verkehr beruhigen, sodass man schnell über die Straße huschen könnte. Falsch gedacht. Wie ein hungriger Depp stand ich da 8 Minuten und habe gewartet, bis es mir zu viel wurde und wieder umdrehte.

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Strandabschnitt auf Bali

Da mich Kuta enttäuschte, steuerte ich die Sehenswürdigkeiten außerhalb an. Die Tempelanlage Tanah Lot war zwar überfüllt, aber hat mir doch gut gefallen. Achtung auch wieder für Frauen: Ohne Kopf-, Schulter- und Oberschenkelbedeckung kommt man nicht in die Tempel. Frauen, die all diese Kriterien erfüllen, aber dennoch nicht hineingehen, haben ihre Tage. Blutende Frauen dürfen nämlich auch nicht den heiligen Boden betreten. Das wird glücklicherweise beim Eingang aber nicht überprüft. Auf dem Markt davor kann man sehr günstig, qualitativ schlechte Ware einkaufen oder aus Kokosnüssen schlürfen.

 

 

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Tempelanlage Tanah Lot auf Bali

Mit Garuda Indonesia ging es von Denpasar dann zurück nach Amsterdam. Diesmal ohne 3 Umstiege (einer davon ungeplant in Kuala Lumpur – ich habe keinen Schimmer warum) wie auf dem Hinweg. Buchstäblich ganz reibungslos lief der Rückweg aber auch nicht ab. Als ich mein Gepäck in Amsterdam Shiphol vom Gepäckband nahm, roch mein Rucksack komischerweise nach Sonnencreme, weil diese in der Tasche ausgelaufen ist. Seitdem trage ich einen mit Lichtschutzfaktor 30 ausgestatteten Rucksack und Sonnencreme wird bei mir nur noch doppelt verpackt.


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