China – Suzhou: Mein kleiner Garten

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Caution – Pool View – in Suzhou wird man vor schönen Aussichten gewarnt

Shanghais Hektik hinter mir lassen, für 2 Tage entspannen bevor es zum Mount Huang Shan geht und die Seele in Suzhous Gärten baumeln lassen. Dachte ich. Aber Suzhou boomt, touristisch gesehen, der Sonntag war dementsprechend katastrophal. Die Gärten sind wirklich wunderschön angelegt, allerdings zu extrem hohen Eintrittspreisen wie z. B. The Humble of Administrator´s Garden (70 Yuan) und sind an den Wochenend- und Feiertagen unerträglich überfüllt. Die Besucherhöchstzahlen in dem m² großen Garten lagen einmal bei ca. 9.000 Besuchern pro Stunde. Gruselig. An meinem Tag waren es nur ca. 3.000 pro Stunde, eigentlich recht überschaubar – für chinesische Verhältnisse. Wenigstens hatte man ein sinnvolles Schild zur Warnung aufgestellt.

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Caution – Civilization in „The Humble Administator´s Garden“ in Suzhou

Sehr überzeugt (ohne Ironie) hat mich allerdings der Tiger Hill für 60 Yuan, welchen man von der Metrostation Shangtan (Line 2) auch gut zu Fuß erreichen kann.

Man braucht nur der kleinen Gasse direkt am Wasser für ca. 3 km entlang spazieren. Und ja, das Laufen von 3 km lohnt hier wirklich, da sich auf dieser Straße viele kleine Tempel befinden. Auch jeder Fotograf wird an diesem authentisch-chinesischen Bach garantiert tolle Schnappschüsse landen. Hier einfach mal auf das Taxi verzichten.

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Pingjiiang Road in Suzhou

Im Übrigen verfügt Suzhou nur über 5 Metrolinien, richtig niedlich im Vergleich zu Shanghai. Dafür habe ich noch nie so viele Verbote in Metrostationen gesehen, wie in Suzhou.

Empfehlenswert ist es, eine Shanghai-Reise mit einem Suzhou-Aufenthalt unter der Woche zu verbinden. In kurzen regelmäßigen Abständen fahren verschiedenste Züge und Busse nach Suzhou. Die Fahrt dauert mit dem Zug nur ungefähr 30 Minuten. Also ideal für Tagesausflüge.

Aufgenommen wurde ich übrigens von Tracy, einer 26-jährigen Chinesin. Durch sie konnte ich das Nachtleben in Suzhou kennenlernen und obwohl sonntags nicht hauptsächlicher „Feierabend“ ist, war in ihrer Lieblingskneipe Blue Marlin Bar mit täglicher Livemusik dennoch einiges los. Natürlich sprach keiner Englisch, aber viele versuchten ein Gespräch mit mir anzufangen. Diese Art von Gesprächen ist mir am liebsten, jeder redet in seiner Sprache wobei klar ist, dass der andere es nicht versteht, aber am Ende lachen doch beide. Alleine diesen Gesprächsversuchen habe ich 2 Biere, 1 Pommes und unzählige Lacher zu verdanken. Und das nicht, weil ich eine Frau bin, sondern Ausländer. Ich habe mal von dem Gerücht gehört, dass China nicht gastfreundlich sei. Dieses Gerücht kann ich absolut nicht bestätigen.


2 Gedanken zu “China – Suzhou: Mein kleiner Garten

  1. Ich denke, es kommt darauf an wie man sich gibt. Wenn man mit typisch deutscher Miene rumrennt, also Angie Merkel mässig, hat niemand lust sich mit einem zu unterhalten. Ein Lächeln braucht jedoch keine Sprache 😉

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