Thailand – Mae Fah Luang

Oheh and me
Oheh und ich mit dem Roller unterwegs

Mit Nok Air von Yangon über Bangkok nach Chiang Rai. Zurück nach Thailand – wo alles begann, meine Reiselust betreffend. Meine Vorfreude hielt sich kaum in Grenzen, so hatte ich vor 2 Jahren in Thailand doch einen meiner bisher großartigsten Monate verbracht. Damals hatte ich es zeitlich nicht geschafft, einen Abstecher nach Chiang Rai zu machen, daher gönnte ich mir hier auf dem Weg nach Vietnam einen „Kurzurlaub“. Winziger Flughafen dort übrigens.

Dieses Mal gewährte mir die thailändische Studentin Oheh in Mae Fah Luang  in ihrem kleinen Studentenzimmer Unterschlupf. Die ortsansässige Universität gilt als die schönste Thailands und beeindruckte mich auf den ersten Blick. So stellte ich mir eine Luxus-Uni vor. Auf dem unbeschreiblich riesigen Gelände befindet sich selbstverständlich auch das universitätseigene Hotel, falls Mama und Papa mal zu Besuch kommen. Eine Übernachtung im Wanasom kostet ungefähr zwischen 60 und 100,- €. In einer Luxus-Uni darf natürlich auch nicht der hauseigene, prachtvolle Tempel auf dem obligatorischen Hügel mit bemerkenswerten Ausblick auf den gesamten Campus fehlen. Nur die armen Studentinnen tuen mir ein wenig leid, da diese mit ihren zur Uniform zugehörigen High Heels, die hügelige Landschaft zwischen den Gebäuden abstöckeln müssen. Jedoch ist es den Studenten nicht erlaubt die umliegenden Wälder oder eher den Dschungel zu erwandern, da es hier von giftigen Schlangen nur so wimmeln soll. Ich wurde auch schon mit großen Augen von den Studenten als Spinner abgestempelt, da ich nach Wanderwegen fragte. Wirklich eine Schande, bei der atemberaubenden Landschaft. Leider habe ich bei meiner Erkundungstour übrigens keine einzige Schlange gesehen. Dafür bin ich auf eine Palmenplantage mitten im Nichts gestoßen. Merkwürdig.

Mae Fah Luang University
Mae Fah Luang University
Palmenplantage in Mae Fah Luang
Palmenplantage in Mae Fah Luang

Nicht mehr merkwürdig war für mich die Tatsache, dass ein nicht geringer Anteil der Studenten homosexuell ist. Na ja, eher offensichtlich handelt es sich um Lady-Boys. Also ist das dann noch Homosexualität oder ist das dann wieder „normal“? Ach, ist auch wurscht. Was ist schon normal? Oheh verriet mir allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge, dass viele Studentinnen vergebens nach einem Mann suchen. Die Auswahl sei mittlerweile einfach zu beschränkt und es sei sehr schwer einen Freund zu finden. Fakt ist, die Jungs – nein, Mädels, ah keine Ahnung, ich nenne sie ohne Abwertung einfach Lady-Boys, sind so lieb und hilfsbereit. Ich habe sogar brauchbare Style und Make-Up-Tipps bekommen.

Wenn ich nur daran denke, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Thai-Food! Meiner Meinung nach geht nichts über thailändisches Essen. Ich liebe einfach die Thai-Currys und Pad Thai. Besonders günstig und hervorragend war das Essen in der Universität. Pro vegetarischem Gericht 25 Baht, maximal 30 Baht. Auf jeden Fall ist das Trinken aus Plastiktüten mehr als gewöhnungsbedürftig. Wer Bio-Food haben möchte, ist im Give Green Farmhouse bei herrlicher Landschaft bestens aufgehoben. Gelungene Überleitung übrigens Lisa, von Transsexualität auf Essen…

White Temple in Chiang Rai
White Temple in Chiang Rai

Zurück zum Sightseeing. Mein Hauptziel in Chiang Rai war der Wat Rong Khun oder auch White Temple genannt. Von der zentralen Busstation in Chiang Rai fahren täglich in regelmäßigen Abständen Busse nach Phayao und diese halten für 20 Baht auch am White Temple. Am Eingang des Temples wird man ungewöhnlicher Weise durch aus dem Boden ragende Hände begrüßt. Kunst halt. Schließlich wurde der Tempel vielmehr der Kunst wegen, als der Lobpreisung Buddhas, erbaut. Dies erweckt zumindest den Anschein. Der Eintrittspreis in den Touristenmagneten liegt bei 50 Baht, Mittagspause im eintrittsfreien, dazugehörigen Museum ist von 12:21 bis 13:21 Uhr.

White Temple in Chiang Rai
White Temple in Chiang Rai

Von Weiß auf Schwarz, vom White Temple zum Baandam Museum (baan = Haus, dam = schwarz), welches von dem thailändischen Künstler Thawan Duchanee designend wurde. Das interessanteste, nein witzigste Museum, was ich je gesehen habe. Ohne zu wissen, worum es hier eigentlich geht, bin ich mit meinem Ticket für 80 Baht durch die düsteren Pforten marschiert und fand mich irgendwie im Heim eines düsteren Zauberers, Wikingers oder bösen Königs wieder. Die Kulisse würde sich hervorragend in der Serie Game of Thrones machen. Verwirrend waren für mich lediglich die überall – im wahrsten Sinne des Wortes – herausragenden männlichen Geschlechtsorgane.

Habe bis jetzt nicht verstanden, was es damit auf sich hatte. Beim Fotografieren der bizarren Wohnungseinrichtung oder platt gesagt, der pimmeligen Landschaft, wurde ich von den Mitarbeitern gefragt, ob sie ein Foto von mir machen sollten, da ich ja alleine dort rumlief. Lachend habe ich dieses grandiose Angebot ausgeschlagen. Das fehlte mir jetzt noch. Ich, in malerischer Landschaft, von Holzpimmeln umzingelt. Nein, Danke. Ich beließ es bei den schönen Gebäuden und einigermaßen „normalen“ Einrichtungsgegenständen.

Zu guter Letzt: Tantes Toilettencheck

Über die Wohlfühlatmosphäre beim Toilettengang aufgrund der Pimmel-Deko lässt sich streiten. Wenigstens ist es kein Hock-Klo.


3 Gedanken zu “Thailand – Mae Fah Luang

  1. Liebe Lisa,
    ich wünsche dir viel Reisespaß und lustige Begegnungen.
    Deine Beschreibungen und Bilder sind sehr originell und zeigen dein künstlerisches Talent, wohl ein väterliches Erbteil?
    Wie finanzierst du deine Reise ?
    Ich bin auf deine nächsten Ziele gespannt und schicke dir hiermit ganz herzliche Grüße
    Birgit Seiberth (ehem. Lau)

    Gefällt 1 Person

    1. Hello Birgit! Freue mich wahnsinnig von dir zu hören! Das letzte Mal als wir uns sahen, war glaube ich 2012 bei dem Dorffest in Bredelem? Tja, wie ich meine Reiserei finanziere… ich glaube da mache ich mal einen kompletten Beitrag zu. 😀 Freue mich auf jeden Fall auch zukünftig von dir zu hören! Ganz liebe Grüße aus Vang Vieng!

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