Kambodscha – Siem Reap

Steine in Siem Reap
Ich mag Steine.

Ich muss mich erst einmal über Vietjet Air aufregen. Bei dieser Airline hatte ich auf deren Homepage online die Flüge Da Nang-Hanoi und Hanoi-Siem Reap gebucht. Hier muss man das Gepäck, wie beispielsweise bei Air Asia oder Ryanair, zusätzlich hinzu buchen. Ist ja auch alles kein Thema, nur konnte ich dieses Mal gar kein Gepäck auswählen. Da muss ich als Kunde doch davon ausgehen, dass es inklusive ist. Von Da Nang nach Hanoi gab es bezüglich meines Gepäcks auch keine Probleme. Beim erneuten Check-in in Hanoi wurde mir dann aber erzählt, ich müsse 30 USD für das aufzugebende Gepäck blechen (wäre die Gepäckbuchung online erfolgt, hätte ich nur 15 USD bezahlt). Dieses Problem hatten mehrere Leute während des Eincheckens. Demnach war ich wohl nicht zu dumm, einen Flug inklusive Gepäck zu buchen. Die Airline hatte anscheinend Probleme mit den Buchungsfunktionen ihrer Homepage.

Na ja, der Drops ist noch nicht gelutscht. Ich musste zwar zahlen, aber man gab mir eine Mailadresse, an die ich mich wenden konnte und evtl. würden mir die zu viel gezahlten 15 USD zurückbezahlt. Haben oder nicht Haben. In Südostasien kann man sich für 15 USD eine ganze Woche ernähren.

Am Flughafen in Siem Reap ging das Theater aber gleich weiter. Obwohl ich bereits mein eVisa hatte, musste ich dennoch ewig lange bei der Passkontrolle warten, da nur 2 Schalter bei bestimmt über 500 Einreisenden geöffnet hatten. Ich sah bereits, wie das Gepäckband mit meinem teuer bezahlten Gepäck anhielt. Also stand ich schon mindestens eine Stunde in dieser Schlange.

Irgendwann kam ich dann zu dem grimmig dreinschauenden Kontrolleur, bekam meinen Stempel und durfte weiterziehen. Vor dem Flughafengebäude hieß es dann wieder „Taxi“, „Tuk Tuk“ und Co., bevor ich mich jedoch den Fahrern zuwenden konnte, brauchte ich erst mal die Kohle dazu. Nacheinander probierte ich sämtliche ATMs aus, um dann irgendwann festzustellen: „Hey, die schmeißen alle nur USD aus.“ Kein Wunder, später erfuhr ich, dass hier in Kambodscha zum Großteil mit USD bezahlt wird. Darüber habe ich mich vorher gar nicht informiert. Ich zog also USD und fragte einen Flughafenmitarbeiter, wo ich denn Riel – die Währung der Khmer – bekommen könnte. „Die musst du gegen USD eintauschen.“ Ah, ok. Alles klar. Also neben den Gebühren für die ATMs kommen dann nochmal Gebühren für einen Geldaustausch drauf. Um auf der sicheren Seite zu sein, tauschte ich auch einige USD gegen Riel.

Mit Geld in der Tasche widmete ich mich nun den Tuk Tuks. Für 6 USD wurde ich in das Zentrum von Siem Reap gefahren und checkte im „Cercle Angkor Hostel“ ein. Die dunklen Dorms erinnerten mich eher an Gefängniszellen und mein Bettlaken war garantiert nicht gewechselt worden, aber was konnte ich für 2 USD die Nacht auch erwarten?

Archäologischer Park Siem Reap
Ruine im Archäologischen Park in Siem Reap

Lange wollte ich mich hier eh nicht aufhalten. Hauptsächlich ging es mir, wie allen Reisenden, um die Besichtigung von Angkor Wat und den Archäologischen Park.

Archäologischer Park Siem Reap
Weg ins Nichts? Archäologischer Park Siem Reap
Baumruine Siem Reap
Was war eher da? Baum oder Gebäude?

Tuk Tuks für den ganzen Tag im Park des Angkor Wat bekommt man für 15-20 USD, während der Parkeintritt Anfang des Jahres 2017 von 20 USD auf 37 USD für einen eintägigen Besuch angehoben wurde. Es besteht auch die Möglichkeit 2- oder 5-Tagestickets zu kaufen. Mir reichte ein Tag jedoch völlig aus. Nach der 5. Tempelruine sah für mich sowieso alles gleich aus. Immer noch schön, keine Frage, aber eben gleich. Jedoch der Anblick von den geschwungenen und in den Ruinen eingewachsenen Ranken und Ästen der riesigen Bäume, verzauberte mich trotzdem jedes Mal wieder. Für 12 USD kann man auch noch das außerhalb des Parks gelegene Angkor Wat Museum besichtigen.

Vögel zum Freikaufen
Spatzen und Schwalben zum Freikaufen

Traurig stimmte mich, wie immer in Asien, der Anblick der in Käfig gezwängten Tiere, die man „freikaufen“ kann. Jede Art von Tier soll für eine besondere Sache stehen, beispielsweise Glück, Gesundheit, Ruhm. Kauft man das Tier frei, geschieht einem etwas Positives in der angepriesenen Besonderheit. Am nächsten Tag werden sie dann erneut eingefangen. In Ayutthaya (Thailand) sah ich Schildkröten. Hier in Siem Reap konnten Spatzen und Schwalben freigekauft werden. Meistens findet man diese Verkäufer natürlich vor Tempelanlagen oder sonstigen heiligen Stätten. Dann tut man nach dem Beten noch etwas für das Karma. So ein Blödsinn…

Ansprechender war für mich der Old Market, durch dessen schmale Gassen ich mich zwängen musste. Vorbei an Souvenirs, zwischen den üblichen Kleidungsstücken, die man als Tourist überall in Südostasien bekommt und Obst- und Gemüseständen, um endlich die herrlich duftenden Gewürzstände zu erreichen. Auch für Fleischliebhaber gibt es eine reichliche Auswahl an Würsten und getrocknetem Fisch.

In Siem Reap auf der „Pub Street“ versuchen die Lokale sich gegenseitig mit unfassbar günstigen Getränkeangeboten zu überbieten. 0,5 l Bier für 0,25-0,75 USD. Das erinnerte mich an die 50-75 cent Wodka-Energy-Zeiten aus dem Voodoo. Ach, lang ist´s her…

Street Bar Siem Reap
Die günstigsten Cocktails (1,50 USD) in Siem Reap: Street Bar

Ein Gedanke zu “Kambodscha – Siem Reap

  1. Voodooo Flatrate-Party. Wo das Voodoo war ist jetzt ein tiefes Loch. Da kommt eine zweitfiliale von der Hasy-wash tanke hin… Praktisch für Daniel wa

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