Argentinien – Salta

Februar 2016 – Reise in die Vergangenheit

Die überschaubare Stadt Salta, mit ihrer gemütlichen Altstadt, nutzten Caro und ich als zweitägigen Zwischenstopp von Iguazu nach San Pedro de Atacama in Chile. Es existieren auch Überlandbusse von Iguazu nach San Pedro de Atacama, allerdings hätten diese eine Ewigkeit gebraucht. So entschieden wir uns damals für einen günstigen Flug  mit Aerolineas Argentinas nach Salta und von dort aus mit dem Bus weiter nach Chile.

Ausblick Salta
Ausblick vom Cerrro san Bernardo in Salta (damals noch mit meinem schlechten iPhone 3GS geschossen -.-)

Obwohl wir hier nur zwei Tage verbrachten, ist mir Salta doch in guter und abenteuerlicher Erinnerung geblieben. Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Platz „Plaza 9 de Julio„, welcher sich hervorragend zum Entspannen und als Startpunkt für eine Museums- und Sightseeingtour eignet. Rings herum befinden sich die Kathedrale von Salta, das historische Museum Cabildo Salta und das Museo de Arqueología de Alta Montaña de Salta. Das gesamte Stadtbild betrachteten wir nach einem anstrengenden Aufstieg über mehrere Stufen vom Cerro San Bernardo. Einheimische nutzen den Aufstieg und die öffentlichen Fitnessgeräte auf dem Berg für ihre täglichen Workouts. Daran hätte ich mich auch gewöhnen können.

Auf in die Quebrada
Auf in die Quebrada

Für den nächsten Tag hatten wir uns aus Gründen der Faulheit einer Minivan-Tour in die Quebrada angeschlossen. Der Fahrer stoppte nie, wenn wir Touristen es wollten, fuhr uns zu einer Weinprobe auf einem Weingut (ok, darüber freute Caro sich) und wenn wir hielten, dann nur nach Zeitvorgabe. Wir schworen uns auf jeden Fall, in diesem Urlaub keine organisierten Touren mehr zu machen. Nichtsdestotrotz bietet die Quebrada eine einzigartige Szenerie aus vielen verschiedenfarbigen Sand- und Steingebilden. Sollte ich noch mal in die Gegend von Salta kommen, werde ich mir auf jeden Fall ein Auto oder ein Motorrad für einen Trip in die Quebrada ausleihen.

Warum Salta mir aber in abenteuerlicher Erinnerung geblieben ist? Ganz einfach! Wir hatten quasi einen sintflutartigen Abgang aus dieser Stadt.

Kurz nach unserer Rückkehr aus der Quebrada fing es erbarmungslos an zu regnen. Durch Zufall und Glück fanden wir ein Taxi, welches uns durch die bereits unter Wasser gesetzten Straßen zur Busstation fuhr. Dass wir dabei, in dem wahrscheinlich 30 Jahre alten Kleinwagen, nicht schon abgesoffen sind, war ein Wunder. Der Fahrer musste an einer nicht überdachten Stelle am Busbahnhof halten und alleine der 20 Meter lange Weg durch den Regen sorgte dafür, dass wir völlig durchnässt ins Gebäude stolperten. Dabei hatte es uns noch gut getroffen, andere mussten von der Innenstadt zum Busterminal durch das Wasser waten, da gar keine Autos mehr fuhren. Die Busse konnten sich jedoch noch ihren Weg durch die Wassermassen bahnen.

Die wirklich nervige Sache an womöglich allen Fernbussen ist die auf -100 Grad gedrehte Klimaanlage. Wenn man dann noch nass ist, kommt das schlicht und einfach: scheiße. Uns wurden nicht einmal Decken gereicht, obwohl wir sogar in der VIP-Class saßen. Alles andere macht bei einer Nachtfahrt sowieso keinen Spaß. Dieser Bus von der Busgesellschaft Andesmar war allerdings der einzige, in dem wir keine Decken, keine Snacks etc. bekamen. Alle anderen Busse boten einen hervorragenden Service in Argentinien und Chile.

Bustickets – insbesondere von Salta nach San Pedro de Atacama – sollten während der Hauptreisezeit online im Voraus gebucht werden. Einfach und übersichtlich sind die Seiten www.recorrido.cl und www.omnilineas.com.


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