Südkorea – Busan

Was habe ich sonst noch in Südkorea gemacht? Geschwitzt. Sobald man auch nur annähernd 10 Meter von seiner klimatisierten Wohnung entfernt ist, sieht man bereits aus, als hätte man einen Halbmarathon hinter sich. Die Sommerzeit ist einfach unerträglich heiß und schwül. Man kommt frisch aus der Dusche, ist nach 5 Minuten aber wieder durchgeschwitzt.

Im Stich gelassen haben mich übrigens, aus mir unerfindlichen Gründen, meine sonst immer zuverlässigen Apps wie beispielsweise „Maps Me“ oder „Google Maps“. Des Öfteren stiefelte ich also 2-3 km in die falsche Richtung. Bei den Temperaturen einfach nicht witzig. Und nur mit sehr viel Glück, findet man mal jemanden, der einem den Weg weisen kann. Teilweise weichen Einheimische sogar erschrocken zurück, wenn sie mit Englisch konfrontiert werden. Das ist mir bisher in keinem Land so passiert.

Während meines Volunteering-Aufenthaltes in einem internationalen Sprach-Cafe in Busan, habe ich dann herausgefunden, dass einige Einheimische sich schlicht und einfach nicht trauen, etwas auf Englisch zu sagen. Die Angst davor, einen Fehler zu machen, ist bei einigen so groß, dass man eine Antwort wahrscheinlich nie bekommt. Dafür wird bei den Thursday-Partys umso ausgelassener gefeiert und vor allem viel getrunken. Beliebt und günstig ist der traditionelle südkoreanische Schnaps Soju in allen möglichen Geschmacks-Variationen. Der Soju mit Lemongeschmack erinnert ein wenig an den Geruch von WC-Reiniger.

Von Reisenden wird die Vielfalt der koreanischen Küche hoch gelobt und erfreut sich mittlerweile auch im europäischen Raum vieler Genuss-Anhänger. Also ab auf die Suche nach vegetarischem Futter. Beim Bummeln durch die Märkte (z. B. Gukje, Jagalchi, Kkangtong, Bupyeong) findet man allerlei Köstliches, aber auch Kurioses.

Bibimbap
Bibimbap

Bibimbap kann immer ohne Fleisch bestellt werden. Ansonsten haben Vegetarier leider schlechte Karten, denn Koreaner lieben ihr BBQ und Seafood. Für mich schockierend: lebender Kraken wird auf den Märkten und in einigen Restaurants angeboten. Ich habe mir berichten lassen, dass man die Bewegungen des Kraken sogar noch in der Speiseröhre und im Magen fühlen kann. Ganz besonders leid tat mir ein Kraken, der bei jedem Herausschauen aus seinem Eimer, einen mit der Schöpfkelle drauf bekam.

lebendiger Kraken Busan
Lebendiger Kraken am Fischmarkt in Busan (u. r.).

Dementsprechend habe ich mich den kulinarischen Genüssen Koreas nicht komplett hingegeben und ganz neue Toastbrotkreationen, wie z. B. angebratenes Toast mit thailändischem Schnittknoblauch, entworfen.

Igidae Coastal Walk
Igidae Coastal Walk

Neben meinen ausgelassenen Toastbrot-Köcheleien und den Stunden im Language Café blieb auch jede Menge Zeit für Sightseeing oder Volleyball-Spiele mit den Kollegen am Haeundae Beach. Am Haeundae Beach startend kann man übrigens einen tollen Küstenspaziergang, auch bekannt unter dem Namen Igidae Coastal Walk, unternehmen. Dieser eignet sich mit einer Auswahl an verschiedenen Wegmöglichkeiten, sowie Längen, für Groß und Klein.

Busan Cinema Center
Busan Cinema Center

Kulturell und für die Geselligkeit hat die südliche Stadt etwas zu bieten. Neben den kostenlosen Museen organisierte die Stadt Busan während der Sommerzeit jeden Mittwoch sogar ein kostenloses Openair-Cinema mit englischsprachigen Filmen (koreanischer Untertitel) am Busan Cinema-Center.

Wer es generell bunt mag, wird sich bei einem Spaziergang durch das Gamcheon Cultural Village berauscht fühlen. Um seinen Sightseeing-Tag besonders abzurunden, sollte man am Aussichtspunkt auf den Sonnenuntergang warten.


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