Sri Lanka – Colombo

Zum 11. Mal in diesem Jahr finde ich mich in der Schlange vor einem ATM an einem Flughafen wieder. Vor mir noch 13 andere Touristen und von den 4 Automatic Teller Machines funktioniert am internationalen Flughafen von Colombo natürlich nur einer.

Aber was lehrt mich Asien? Richtig, Geduld und dabei lächeln. Beides Dinge die benötigt werden, wenn man beabsichtigt mit den öffentlichen Bussen durch Sri Lanka zu reisen. Insbesondere am Busbahnhof Fort in Colombo. Chaos auf dem höchsten Level. Busse parken sich zu, es wird minutenlang manövriert, um den Busbahnhof zu verlassen. Vor, zurück, vor, zurück, hupen, vor, Vollbremsung, nochmal energisch hupen bis der andere Bus, der nun im Gegenverkehr steht – oder Moment, ist es dieser Bus, der jetzt im Gegenverkehr steht? – etwas Platz schafft.

Hätte ich nicht so dringend auf die Toilette gemusst, hätte ich mir das Spektakel noch länger angeschaut. Ok, wo ist die öffentliche Toilette? Ah, diese Betonhütte mit mir unverständlichen Schriftzeichen in blau und rosa müsste die Toilette sein… In die Dunkelheit hineingeschaut, rückwärts wieder raus. Hier wollte ich nicht einmal meinen Rucksack abstellen. Ich wartete doch lieber bis ich bei meinem Couchsurfing-Host Kris in Wellawatte angelangt war. Laut „Maps me“ sollte es nur ungefähr 15 Minuten Fahrzeit entfernt sein. Mit dem Tuk Tuk würde es ja bestimmt nun schneller gehen. Fehlanzeige. Der Fahrer hatte keine Ahnung wo die Straße war. Auf dem Weg fragte er 10 Mal bei seinen Tuk Tuk Kollegen nach, anstatt mir und meinem „Maps me“ zu trauen und zu allem Übel blieb sein klappriges Fahrzeug mitten auf der Straße liegen. Durch das Anschieben von 2 Passanten startete der Motor aber wieder.

30 Minuten später empfing mich ein sehr freundlicher Kris an seiner Haustür, mit einem „Heute Abend kommen einige Leute vorbei. Party. Bock?“ als Begrüßung. „Klar, wieso nicht? Ich muss nur morgen ganz früh zum Zug.“ Nach einer Joggingrunde durch Colombo bis zum Strand, fand ich mich dann bei indischen Essen in Kris Wohnzimmer mit seinen Freunden wieder.

Viharamahadevi Park
Viharamahadevi Park

Ich empfand die Stadt als sehr dreckig und ungemütlich, es fehlte irgendwie der srilankische Charme, der mir aber im Laufe meiner Tour sehr oft begegnen würde. Natürlich kann man etwas nicht nach einem Tag beurteilen. Dem Großstadtrummel konnte man ganz gut im Viharamahadevi Park umgehen. Dennoch war ich zunächst froh, am nächsten Morgen die Zugreise von Colombo nach Kandy anzutreten.

Colombo at a glance

Besonderheit: ein bunter Mix an Architektur, beeinflusst durch die Herrschaft von Portugiesen, Holländern und Briten.

Meine Highlights:

  • Viharamahadevi Park
  • Kinobesuch (War for the Planet of the Apes)

Meine Ausgaben für 3T/2N:

  • Flug Kuala Lumpur-Colombo (hin und rück) 194 €
  • ATM-Gebühren 1,70 €
  • Busticket Flughafen-Colombo Fort 0,70 €
  • Tuk Tuks 7,10 €
  • Briefmarken 0,40 €
  • Lebensmittel 2,20 €
  • Streetfood 6,20 €
  • Restaurants 4 €
  • Kino 4,70 €
  • Unterkunftskosten durch Couchsurfing gespart!

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